Das Forum Tanzvermittlung bietet Künstler*innen, die an den Aktivitäten der Tanzplattform Rhein-Main beteiligt sind, ebenso wie anderen Akteur*innen der Region die Gelegenheit, sich über Fragen im Bereich „Vermittlung und Partizipation“ auszutauschen und so reflexive Distanz zum eigenen Arbeiten zu gewinnen.

Als offenes Angebot ermöglicht das „Forum Tanzvermittlung“ einen intensiven Austausch zu Vermittlungsfragen, Konzepten und Ideen und ergänzt so die projektbezogenen Aktivitäten der Tanzplattform Rhein-Main in diesem Bereich. Das Format richtet sich an Pädagog*innen, Erzieher*innen, Künstler*innen, Lehrer*innen, Vermittler*innen sowie an andere Interessierte.

Im Dialog mit verschiedenen regionalen oder auch internationalen Akteur*innen werden Fragestellungen zu Vermittlung und kultureller Bildung diskutiert und erprobt. Die Veranstaltungen werden dabei von Akteur*innen von KINDERTANZT!, Lehrenden und Studierenden des MA CoDE – Master Contemporary Dance Education, Teammitgliedern der Tanzplattform Rhein-Main oder geladenen Expert*innen aus den Bereichen Tanzkunst, Bildung und Erziehung geleitet.


Forum Tanzvermittlung
Mit Angela Alves /Performerin, Künstlerin, Aktivistin
Fr. 24.2.2023 | 17-19 Uhr | Künstler*innenhaus Mousonturm, Studio 2

Das Forum findet auch in deutscher Gebärdensprache statt.

Auch unser early boarding kann in Anspruch genommen werden.

 

Wir bitten um Anmeldung über anmeldung@tanzplattformrheinmain.de

Wir bitten um einen kurzen Hinweis bei der Anmeldung, wenn Sie die Gebärdensprache in Anspruch nehmen.

 

CHOREOGRAPHIES OF REST

Die künstlerische Praxis von chronisch kranken/behinderten Menschen ist oft mit Objekten oder Praktiken verbunden, die ihnen Zugang und Teilhabe ermöglichen, ihre Schmerzen lindern oder mit Selbstfürsorge zu tun haben. Diese Praktiken heißen crip techniques. Sie setzen dem Kanon im Tanz nicht nur neue Ästhetiken entgegen, sondern offenbaren auch Einblicke in jene Lebensrealitäten, die man sich fernab der Norm erzählt. „Choreograhies of Rest“ ist eine solche crip technique, in der sich alles um das Ausuhen dreht und neben dem individuellem Access der Künstlerin auch die intersektionalen und politischen Dimensionen des Ausruhens befragt. Was bedeutet es, sich auszuruhen? Wofür ruhen wir uns aus und wo tun wir es?

Angela Alves lebt als Choreografin in Berlin und identifiziert sich als crip artist. Sie studierte Tanz an der ArtEZ School of Dance in den Niederlanden und Tanzwissenschaft an der FU Berlin. Ihre künstlerische Praxis fokussiert politische Dimensionen des unverfügbaren Körpers und seine Behinderungen in klassistisch und ableistisch vorstrukturierten Räumen. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Konzepte des Ausruhens und Vergnügens als Kulturtechnik des Widerstands. Angela ist Mitbegründerin von TURN. Neue Bewegung für MS, einem Verein, der sich seit 2014 für die Sichtbarkeit der Lebensrealitäten von Menschen mit Multiple Sklerose und anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen des zentralen Nervensystems einsetzt, sowie "IHMAR.“, dem Institute for Medical & Health Humanities and Artistic Research. Seit 2022 ist sie Mitglied im PSR Kollektiv Berlin.

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